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Ausschnitt Luftbild von 1926, Bereich Innenstadt, Schrägaufnahme

Luftbild Innenstadt 1926

Luftbilder

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Erstmals wurden im Jahr 1926 aus 300 bis 600 m Höhe Aufnahmen vom damaligen Stadtgebiet gemacht, die in verschiedenen Formaten als Schwarzweißfotos in Schräg- oder Senkrechtaufnahme erhältlich sind.

Die nächste Befliegung fand im Jahr 1943 statt, danach regelmäßig, die aktuellen Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2014.

Die Luftbilder sind flächendeckend für das heutige Stadtgebiet vorhanden, können beim Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster eingesehen und auf Wunsch reproduziert und käuflich erworben werden.
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Allgemeine Informationen zur Luftbild-Fotografie

Die Luftbild-Fotografie hat in Deutschland gegen Ende des 19.Jahrhunderts begonnen mit Aufnahmen, die zunächst aus dem Fesselballon und dann aus dem Zeppelin "aus der Hand geschossenen" wurden. Anfang der zwanziger Jahre hat es in Essen bereits erste Schrägaufnahmen gegeben, die das Interesse für eine planmäßige „Befliegung“ geweckt haben, die es bislang jedoch noch nicht gab. Seit Mitte der 20er Jahre sind einzelne Luftbildprojekte von öffentlicher Seite (Verbände, Kommunen) durchgeführt worden, die oft auch zur Erstellung von Ansichtskarten genutzt wurden.

Wesentliche Fortschritte hat die „Luftbildfotografie“ Mitte der 20er bis Anfang der 30er Jahren aufgrund technischer Entwicklungen im Flugzeugbau, in der Fototechnik (Reihenmeßkammer) und in der Photogrammmetrie (Auswertung von Luftbildern) erreicht. Neben den mit fest eingebauten Kameras aufgenommenen Einzelbildern ("Schrägluftbilder") traten jetzt die mit einer in den Flugzeugboden fest installierten Kamera aufgenommenen Reihenmeßbilder mit einer stereoskopisch auswertbaren Bildüberlappung ("Senkrechtaufnahmen") auf. Ein "Luftbildner", wie man ihn damals nannte, hat mit einer Junkers A 35 der Hansa Luftbild GmbH 1926 eine erste systematische Befliegung von Essen durchgeführt. Aus einer Höhe von 300 bis 600 m Höhe wurden Aufnahmen gemacht. Auf der Basis dieser Senkrechtaufnahmen sind nach den Grundsätzen der Photogrammmetrie maßhaltige, entzerrte Luftbildpläne im Maßstab 1:5000 für die Stadt Essen hergestellt worden. Leider sind diese wesentlich schlechter als die Überlieferung der Schrägaufnahmen der Stadt Essen. Diese Aufnahmen hatten den Zweck bemerkenswerte Bauten, Straßenzüge und die Kulturlandschaft zu Zwecken der „Stadtplanung“ zu dokumentieren. Dieser „Essener“ Ansatz findet sich auch später in der Landesplanung der Rheinprovinz wieder. Von 1930-1940 ist die planmäßige Herstellung von Aufnahmen bemerkenswerter Bauten, Städte und Landschaftsbilder nach Vorschlägen des Provinzialkonservators, der Landesmuseen, des Provinzialverbandes und anderer Stellen gefördert worden. Von dem damals erflogenen Ausgangsmaterial der Stadt Essen ist bisher leider nur ein kleiner Bestand von Filmen einzelner Bildflüge im Gebiet zwischen Mettmann und Essen aufgetaucht. Abzüge der Originale sind in verschiedenen Formaten als Schwarzweißfotos in Schräg- oder Senkrechtaufnahme flächendeckend im Historischen Portal der Stadt Essen verfügbar.

Beflogen worden ist nicht nur das Stadtgebiet von Essen: Die anstehende Auflösung des Landkreises Essen warf ihre Schatten voraus und führte dazu, dass fast das heutige Stadtgebiet zur Befliegung ausgeschrieben wurde. Die außerordentliche Vergrößerung des Stadtgebietes durch die Eingemeindungen der selbständigen Gemeinden Stoppenberg, Kray, Werden, Steele Kupferdreh, Heisingen und Karnap von 9.800ha auf 18.844ha verursachte umfangreiche Vorarbeiten, die vom Vermessungsamt zu leisten waren. Die Befliegung war ein preiswertes und schnelles Mittel zu Erstellung von Topographischen Karten (Landkarten). Nicht zuletzt kam hinzu, dass der Preußische Staat zur Förderung der Luftbildmessung Zuschüsse in Höhe von 25% der entstandenen Kosten zahlte.

1933 wurde die Ausführung solcher Projekte zentralisiert und der Aufsicht des Reichsministers für Luftfahrt unterstellt. Vor diesem Hintergrund sind keine weiteren Zeugnisse seitens der Stadt Essen bis 1945 erstellt worden. Im Nordrheinwestfälisches Hauptstaatsarchiv (Luftbildarchiv) sind aus dem Bereich der ehemaligen Provinz Rheinland Insgesamt sind 16 000 Schrägluftaufnahmen von Hansa Luftbild aus den Jahren von (1926) 1929 bis 1941 vorhanden (der gesamte Firmenbestand hat von Hansa Luftbild selbst hat vermutlich 45 000 Aufnahmen umfasst).