Skip to the navigation Skip to the content

Anreise/Anfahrt

Denkmalpfad-Tafel "Eickenscheidt"

Denkmalpfad Kray

Standort

  • Stadtteil: Kray
  • Standort: Tafel an der Schönscheidtstraße 154 a
  • Koordinaten: 365560.0 5702408.0
  • Ort: Link zum Kartenportal

Inhalt

    Eickenscheidt

    An dieser Stelle stand über 1000 Jahre der Oberhof Eickenscheidt. Er war der Kornhof der Essener Äbtissinnen, der im 9. Jh. zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. In der Mitte des 14. Jh. gehörten laut ""Kettenbuch"" des Stiftes 113 Unterhöfe zu Eickenscheidt, die sich in einem Gebiet von Recklinghausen bis Breckerfeld und Kamen verteilten. Die Familie Eickenscheidt war durch Erbfolge und Heirat mehrfach mit der Familie Nienhausen auf dem gleichnamigen Oberhof in Rotthausen verbunden.

    Fritz Eickenscheidt (1856-1932) übernahm 1892 den Hof. 1897 heiratete er Maria Eickenscheidt (1876-1965) geb. van de Loo aus Asperden, Niederrhein. Mit Nachdruck setzte er sich für die städtebauliche Entwicklung von Kray ein, das durch den Bergbau stark gewachsen war. Die Errichtung des Bahnhofs Kray-Süd hat er gefördert. Dem Siedlungs- und Genossenschaftsbau gab er Grundstücke. Auf dem Hof unterhielt er ein eigenes Baubüro. Er war Gründungsmitglied im Kirchenbauverein St. Barbara. Seine Frau Maria gründete 1908 den Elisabethverein und hatte von 1927-1957 den Vorsitz im kath. Fürsorgeverein.

    Fritz Eickenscheidt starb 1932, seine Frau führte den Hof mit Hilfe des Pächters Haarmann weiter. 1945 setzten Fremdarbeiter das Gutshaus und die Zehntscheune in Brand. Maria Eickenscheidt verkaufte 1956 den Besitz an die Stadt Essen mit der Auflage, ihn einer sozialen Verwendung zuzuführen. Es entstanden Wohnungen für Bergarbeiterlehrlinge und das Christliche Jugenddorf CJD.

    Fritz und Maria Eickenscheidt fanden auf dem Alten Laurentius Friedhof in Essen-Steele ihre letzte Ruhe.