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Foto Der Zimmermann begrüßt den Oberbürgermeister Thomas Kufen und die Baudezernentin Simone Raskob beim Richtfest am Eisenhammer

Der Zimmermann begrüßt den Oberbürgermeister Thomas Kufen und die Baudezernentin Simone Raskob beim Richtfest am Eisenhammer.

Foto Deilbachtal

Deilbachtal

Foto Eisenhammer im Deilbachtal

Eisenhammer im Deilbachtal

Foto Kupferhammer Kupferdreh

Kupferhammer in Kupferdreh

Richtfest Eisenhammer-Ensemble

Das Konsortium Deilbachtal, die Grundstücksverwaltung Stadt Essen (GVE) und der Verein "Freunde und Förderer des Deilbachtals" feierten am Samstag (17.3.) das offizielle Richtfest am ersten Arbeiterhaus des Eisenhammer-Ensembles im Deilbachtal.

Das traditionelle Fest der Zimmerleute anlässlich der Fertigstellung des neuen Dachstuhls nahmen die Beteiligten zum Anlass, um unter anderem bei Führungen durch die Gebäude über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten zu berichten.

Die Gäste konnten zudem "Spendennägel" aus dem alten Baubestand erwerben, die das Schmiedeteam des Ruhr Museums angefertigt hat.Der Erlös aus dem Verkauf unterstützt den Erhalt des Deilbach-Ensembles.

Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen besuchte das Richtfest. Er begrüßte es, dass man in Essen das traditionelle Handwerk und seine Stätten wahre und wieder instand setze: "Das Deilbach-Ensemble ist ein großartiges Zeitzeugnis der Frühindustrie. Es ist schön zu sehen, wie hier bei der Restaurierung des Ensembles viele an einem Strang ziehen. Das Konsortium Deilbachtal hat mit dem historischen Verein Stadt und Stift Essen, dem IDEE e.V., dem Ruhr Museum, der Bürgerschaft Kupferdreh und der Stadt Essen eine starke Mitglieder-gemeinschaft, die etwas bewegen kann." Sein Dank galt auch allen Förderern, Sponsoren und weiteren Beteiligten wie der Jugendberufshilfe Essen gGmbH für ihre tatkräftige Unterstützung.

Kulturlandschaft Deilbachtal

Eisenhammer
Der Deilbachhammer ist der letzte auf Essener Stadtgebiet am originalen Standort erhaltene Eisenhammer. Das Gebäudeensemble besteht aus dem unmittelbar am Deilbach gelegenen Hammergebäude nebst maschinellem Inventar, dem ehemaligen Meisterhaus und einem Arbeiterhaus. Vermutlich ist der Deilbachhammer aus einer dem Deilmannschen Bauernhof zugehörigen bäuerlichen Schmiede entstanden und hat sich erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu einem eigenständigen Gewerbebetrieb entwickelt. 1917 durch einen Bruch der Hammerwelle als Gewerbebetrieb stillgelegt, wurden Hammergebäude und historische Technik 1936/37 in einer konzertierten Aktion von Industrie und öffentlichen Einrichtungen restauriert: Aus einem Gewerbebetrieb wurde ein Kulturdenkmal. Unzureichende Bauunterhaltung in Verbindung mit dem wassernahen Standort hat dem Ensemble in den letzten Jahrzehnten heftig zugesetzt. Zur Zeit wird in einer gemeinsamen Anstrengung von Bürgerengagement und Stadt versucht, das Denkmal instand zu setzen und einer nachhaltigen Zukunft als Denkmal zuzuführen.

Deilbachhammer, Eisenhammerweg 25a-c, 45257 Essen-Kupferdreh

Kupferhammer
Der Kupferhammer in Essen-Kupferdreh wurde 1550/51 von dem Essener Bürger Hans Frolynck gegründet und ist die älteste Fabrikanlage auf Essener Stadtgebiet. Der heutige Gebäudebestand stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und besteht aus Wohngebäude, Hammergebäude, Kutschenhaus und Kesselhaus. Seine gewerbliche Blütezeit erlebte der Kupferhammer ab 1838 unter den „Gebr. Möller“ aus Bielefeld-Brackwede. Erst 1940 erfolgte die endgültige Einstellung der Produktion, in den 1950er Jahren wurde durch einen Besitzerwechsel das bis dahin komplett erhaltene historische Maschineninventar verschrottet, ein Teil der Gebäude abgerissen und der Stauteich verfüllt. Hammergebäude und Kesselhaus sind heute Firmensitz der Werkstatt für Metallgestaltung Michael Stratmann, im Kutschenhaus zeigt das Ruhr Museum eine Ausstellung zur Kulturlandschaft Deilbachtal.

Kupferhammer, Nierenhoferstr. 8-10, 45257 Essen-Kupferdreh