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Kurzgeschichte Stadtbezirk IV

(Quelle: Johann Rainer Busch "Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile" ISBN 978-3-00-028515-8)

Schönebeck:
Amtlich überliefert ist der Name Schönebeck erst seit 1795. Es war damals eine Bauer- schaft mit 259 Einwohnern. Diese gehörte seit dem 1.9.1808 zur Bürgermeisterei Borbeck. Schönebeck wurde mit allen zu Borbeck gehörenden Ortschaften am 1.4.1915 nach Essen eingemeindet.

Bedingrade:
Alte Namen für die Bauerschaft Bedingrade waren auch “Bedingroth” und “Bettingrath”. Sie wurde erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt. Vom 1.9.1808 bis zum 1.4.1915 gehörte Bedingrade zur Bürgermeisterei Borbeck und wurde dann nach Essen eingemeindet.

Frintrop:
Die Bauerschaft Frintrop wurde im 13. Jahr- hundert erstmals erwähnt. Sie lag am Hellweg, dem wichtigsten Handelsweg. Bis zur Eingemeindung in die Stadt Essen am 1.4.1915 gehörte Frintrop zur Bürgermeisterei Borbeck. Bei dieser Kommunalreform musste Frintrop allerdings mehr als die Hälfte seiner Fläche an die Stadt Oberhausen abgeben.

Mehr zur Geschichte von Frintrop in Text und Bild

Dellwig:
Die Bauerschaft Dellwig wurde um 1220 erstmals erwähnt. Sie zinste zunächst dem Oberhof Ehrenzell. Ab 1668 waren die Bauern dann dem Oberhof Borbeck abgabepflichtig. Nach der Säkularisation des Stiftes Essen gehörte Dellwig zur Bürgermeisterei Borbeck. Diese wurde am 1.4.1915 aufgelöst und Dellwig mit Borbeck nach Essen eingemeindet. Dellwig musste, wie Frintrop, einen Teil seiner nördlichen Flächen an Oberhausen abgeben. Dort steht zum Beispiel das Haus Ripshorst.

Gerschede:
Gerschede gehörte früher zum Stift Essen. Hier wurde hauptsächlich in der Pausmühle, die erst 1970 stillgelegt worden ist, das Korn für die Äbtissinnen gemahlen. Auch Gerschede gehörte seit dem 1.9.1808 zur Bürgermeisterei Borbeck und wurde am 1.1.1915 in die Stadt Essen eingegliedert.

Borbeck-Mitte:
Die Fürstäbtissin Berta von Arnsberg kaufte 1288 den Oberhof Borbeck und errichtete hier einen Vorgängerbau des späteren Schlosses. Nach der Auflösung des Stiftes Essen wurde Borbeck zur Bürgermeisterei, der auch alle umliegenden Gemeinden angehörten. Dieses blieb bis zur Eingemeindung nach Essen am 1.4.1915 so. Aufgrund der Größe des ehemaligen Bürgermeistereigebietes (das heute den Stadtbezirk IV bildet) wurde es auch als “Stadt in der Stadt” bezeichnet. Borbeck trägt als Stadtteil die offizielle Bezeichnung “Borbeck-Mitte”.

Bochold:
Bochold ist eine alte Bauerschaft bei Borbeck. In der früher eher ländlichen Siedlung hat sich kein eigener Ortskern entwickelt. Seit dem 1.9.1808 gehörte Bochold zur Bürgermeisterei Borbeck und wurde mit deren Auflösung im Jahre 1915 nach Essen eingemeindet.

Bergeborbeck:
Das Stadtgebiet von Bergeborbeck war früher ein Teil von Vogelheim. Merkmal war der im Jahre 1467 erstmals erwähnte Rittersitz “op dem Berge”. Seit dem 1.9.1808 gehörte Vogelheim zur Bürgermeisterei Borbeck. Diese wurde am 1.4.1915 aufgelöst und nach Essen eingemeindet. 1977 führten die Bestrebungen der Vogelheimer Bürger dazu, dass Vogelheim von Bergeborbeck abgelöst und ein eigener Stadtteil wurde. Dadurch wurde auch Bergeborbeck zum separaten Stadtteil.