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Kurzgeschichte Stadtbezirk IX

(Quelle: Johann Rainer Busch "Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile" ISBN 978-3-00-028515-8)

Bredeney:
Zuerst wurde die Honnschaft Bredeney am 10. November 875 erwähnt, als man in Werden eine Kirche weihte. Seit 1808 gehörte Bredeney zur Bürgermeisterei Kettwig und ab 1857 zu Kettwig-Land. Am 3. April 1875 entstand aus Bredeney und Schuir die Gemeinde "Zweihonnschaften", die am 1.9.1902 zur Bürgermeisterei Zweihonnschaften erhoben wurde. Mit königlicher Genehmigung erfolgte 1803 die Namensänderung in Bürgermeisterei Bredeney. Am 1.4.1915 wurde Bredeney nach Essen, und Schuir (Unterbredeney) nach Werden eingemeindet.

Schuir:
Schuir wurde erstmals um 800 als "Walleney" erwähnt. Es gehörte immer zur Abtei Werden und diente den Mönchen als Sommersitz. Nach der Säkularisation des Stiftes Werden kam Schuir zunächst zur Bürgermeisterei Kettwig und 1857 zur Landbürgermeisterei Kettwig. 1902 schied Schuir zusammen mit Bredeney aus und wurde zur Bürgermeisterei Bredeney erhoben. 1915 erfolgte die Auflösung der Bürgermeisterei Bredeney. Schuir wurde nach Werden und Bredeney nach Essen eingemeindet. Schuir kam dann 1929 mit Werden ebenfalls nach Essen.

Werden:
Im Januar 799 gründete der heilige Ludgerus das Benediktinerkloster Werden. Die Werdener Äbte waren Landesherren. Im Jahre 1317 erhielt Werden die Stadtrechte und blieb bis zur Säkularisation im Jahre 1803 ein reichsfreies Stift. Ab 1808 war Werden eine selbstständige Bürgermeisterei. Diese wurde 1929 aufgelöst und in die Stadt Essen eingemeindet.

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Heidhausen:
Heidhausen war eine der elf Werdener Honnschaften. Nach der Auflösung der Abtei Werden gehörte es seit dem 1.9.1808 zur Bürgermeisterei Werden und ab 1857 zur Bürgermeisterei Werden-Land. Die Eingemeindung nach Essen erfolgte am 1.8.1929.

Mehr zur Geschichte von Heidhausen in Text und Bild

Fischlaken:
Die Ansiedlung wird erstmalig im 9. Jahrhundert erwähnt. Fischlaken gilt daher als ältestes Dorf in unserer Heimat. Als Theganbalds 796 den Alfgatinghof an den Werdener Klostergründer Liudger durch Schenkung übertrug, ist das Dorf augenscheinlich entstanden. Bis 1803 gehörte Fischlaken zum Benediktinerkloster Werden, welches dort Agrarflächen und Fischteiche unterhielt. 1808 kam es zur Bürgermeisterei Werden und 1857 zu Werden-Land. Am 1.8.1929 erfolgte die Eingemeindung nach Essen.

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Kettwig:
Das Dorf Kettwig und die umliegenden Honnschaften (der Kettwiger Umstand) gehörten bis 1803 zur Abtei Werden. Daraus wurde 1808 die Bürgermeisterei Kettwig gegründet. Ab 1857 war Kettwig eine eigene Stadt. 1929 wurde die Stadt Kettwig dem Landkreis Düsseldorf-Mettmann zugeordnet. 1930 kam der südliche Teil (Kettwig vor der Brücke) dazu. Am 1. Januar 1975 wurde Kettwig aus dem Landkreis gelöst und als Stadtteil nach Essen eingemeindet. Gleichzeitig ging der Kettwiger Stadtteil Mintard an Mülheim an der Ruhr.